Vielleicht brauchst du gerade keine neuen Ziele.
Du bist eine Frau in Führungsposition und vielleicht sitzt du gerade vor deinem Handy oder Laptop.
Die letzten Aufgaben sind erledigt, das Tempo ist etwas ruhiger geworden – und langsam entsteht wieder mehr Raum.
Raum zum Durchatmen.
Raum, um die Dinge sich setzen zu lassen.
Raum, um dieses vergangene Jahr in Ruhe nachklingen zu lassen.
Stille auf Knopfdruck funktioniert übrigens nicht wirklich.
Man kann nicht von 150 auf 0 gehen und dann einfach Stille anknipsen. Stille möchte eingeladen werden.
Auch in diesem Jahr hast du als Führungsfrau, als Frau in Verantwortung, wieder viel getragen.
Mehr Entscheidungen getroffen, als dir vermutlich bewusst ist.
Für viele war dieses Jahr anstrengend.
Unruhig. Und manchmal, offen gesagt, auch ein wenig verrückt.
Wenn man schaut, was um uns herum passiert, ist es kein Wunder, dass sich vieles aus den Fugen anfühlt.
Viele von uns mussten stark sein. Für andere da sein. Räume halten, Ziele verfolgen –
und dabei möglichst souverän, zugewandt und „gut gelaunt“ wirken.
Auch dann, wenn es sich innerlich ganz anders angefühlt hat. Vielleicht brauchst du gerade keine neuen Ziele.
Keine neue Morgenroutine ab 5 Uhr. Keine Instagram-Videos mit Longevity-Hacks. Und auch kein weiteres Infragestellen
deiner selbst.
Vielleicht brauchst du im Moment einfach
Stille.
Zeit.
Und Ehrlichkeit mit dir selbst.

Warum Jahresreflexion für Führungsfrauen so wirksam ist
Der wissenschaftliche Wert von Selbstreflexion
Sie ist gründlich erforscht, gerade im Kontext von Führung, Entscheidungsfähigkeit und mentaler Gesundheit. Studien aus der Organisationspsychologie zeigen, dass regelmäßige, bewusste Selbstreflexion:
- die Qualität von Entscheidungen verbessert
- emotionale Erschöpfung reduziert
- die Selbstwirksamkeit von Führungskräften stärkt
- und langfristig zu stabilerer mentaler Gesundheit beiträgt
Die Organisationspsychologin Tasha Eurich unterscheidet dabei zwischen Grübeln und echter Selbstreflexion. In ihrer Forschung zeigt sie, dass nicht das ständige Nachdenken hilft, sondern gezielte, ehrliche Innenschau:
„Self-reflection isn’t about endlessly asking why.
It’s about understanding what is happening inside us – and how we want to respond.“ (Quelle: Harvard Business Review) Für Führungsfrauen bedeutet das: Selbstreflexion ist keine Pause von Führung, sie ist Führung nach innen. Gerade in Zeiten hoher Verantwortung, Dauerpräsenz und Entscheidungsdruck ist sie ein stilles, aber kraftvolles Instrument, um nicht nur zu funktionieren, sondern verbunden und klar zu bleiben.
Bekannte Führungsfrauen sagen zum Thema Reflexion und Innehalten:
Viele erfolgreiche Unternehmerinnen betonen genau diesen Punkt:
Arianna Huffington spricht offen darüber, dass ihr Burn-out der
Wendepunkt war, an dem sie gelernt hat, Leistung und Selbstfürsorge neu zu definieren.
Melinda French Gates beschreibt regelmäßige Reflexionsphasen als
Grundlage für Klarheit und mutige Entscheidungen.
Nicht das ständige „Mehr“ hat sie weitergebracht, sondern das bewusste Innehalten. Gerade für Frauen in Führung ist
Reflexion kein Luxus, sondern eine Form von innerer Führung. Dieser Rückblick ist eine Einladung, das vergangene Jahr
nicht zu bewerten, sondern bewusst zu würdigen und innerlich abzuschließen.
Deshalb findest du hier keine Aufgaben, sondern eine Einladung. Gedacht für dich. Wenn du magst. Wenn du spürst, dass es
dir guttun könnte, dir dafür bewusst Raum zu nehmen.
Aus meiner Erfahrung in der Begleitung von Frauen in Führungsverantwortung und auch aus
meinem eigenen Leben, ist Klarheit oft der erste Schritt, um innerlich wirklich etwas zu bewegen. Hin zu mehr
Genuss.
Mehr Freude.
Und zu einer Arbeit, die dich erfüllt, statt dich dauerhaft zu erschöpfen.
Es geht nicht ums Abarbeiten. Sondern ums Hinschauen. Mit Leichtigkeit.
Und ja: Die Atmosphäre zählt!
Kerze.
Warmes Sofa.
Tee, Whiskey oder ein schönes Café.
Was auch immer sich für dich stimmig anfühlt.
Ein ehrlicher Rückblick kann ein erster Schritt sein, hin zu dir und zu dem, was du wirklich willst. Vielleicht bleibt ein Gedanke hängen, vielleicht auch nur ein Gefühl. Beides reicht. Ich wünsche dir viel Freude beim Sinnieren und bei der Zeit mit dir selbst. Herzlich, Deine Sabine


