Gut gehen lassen – daheim …

Über die Autorin
Sabine Jung-Baß ist systemische Coach- und Organisationsberaterin, Moderatorin und Speakerin. Seit über 15 Jahren begleitet sie Frauen in Führungsrollen, die Verantwortung tragen – für sich selbst, für ihr Team und für komplexe organisationale Systeme.
Ihr Fokus liegt auf Selbstführung, Rollenklärung, Führung in Systemen und wirksamer Zusammenarbeit im Team. Sabine arbeitet dort, wo Führung anspruchsvoll wird: wenn Spannungen im Team entstehen, Erwartungen widersprüchlich sind und Entscheidungen nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel vieler Faktoren wirken.
In ihrer Arbeit verbindet sie systemisches Denken, psychologische Klarheit und langjährige Praxiserfahrung – für Führung, die orientiert, wirksam und tragfähig ist.
Für Frauen in Führung, die Zusammenhänge erkennen, Verantwortung gestalten und Teams nachhaltig entwickeln wollen.
Gestern noch eine Radtour mit dem großen Sohn unternommen. Man konnte den Herbst sehen und riechen. In Facebook und Instagram nimmt jetzt auch langsam die Flut an Urlaubsbildern wieder ab. Sommer, Strand, Meer, Berge, Abenteuer und glückliche, lachende Gesichter. Wir kommen gerade von unserem letzten Ferienabenteuer zurück. Das letzte Mal Schlafsäcke, Taschen und Spiele aufgeräumt.
Hach … jetzt noch einmal im Bodensee baden können. Abschied vom Freibad und Sommer nehmen können. Den Sommer, den Augenblick festhalten können. Ich habe in den Fotos der letzten Wochen geschaut. Was wäre denn mein Sommerbild 2018? Wir haben so viel gesehen, unternommen und hatten eine tolle Zeit, mit unseren Lieben. Da war einiges dabei … Großstadt, Hitze, Sightseeing, Natur, Radfahren, Abschied von der klapprigen Klara, unserem Faltcaravan, Berge und viele, viele tolle Momente.

Das Leben gestalten
In John Streckley's Buch: Das Leben gestalten mit den Big Five for Life (ein echter Lesetipp) wird der frustrierte Angestellte Joe von Thomas, den er zufällig am Bahnhof trifft, gefragt: Wäre heute ein guter Museumstag? Joe ist natürlich verwirrt und versteht die Frage nicht. Eine Woche später trifft er Thomas wieder und fragt nach, was er damit meint. Er erklärt ihm seine These: Was wäre, wenn jeder Tag unseres Lebens mit einem Bild katalogisiert werden würde? Unsere Gefühle, die Menschen, mit denen wir zu tun haben, die Dinge, mit denen wir unsere Zeit verbringen? Und wenn am Ende unseres Lebens ein Museum errichtet würde, in dem genau zu sehen wäre, wie wir unser Leben verbracht haben? Welche Bilder, welche Videos würden wir sehen?
Die Bilder des Sommerurlaubs zum restlichen Jahr gesehen? Wir haben es selbst in der Hand. Jeden Tag. Nicht nur im Urlaub. Im Alltag. Jeden Montag. 🙂 Was wäre Euer heutiges Bild für Euer Museum?
Mein Bild zu diesem Blogbeitrag ist übrigens ein Alltagsbild und ich bin der festen Überzeugung, dass dies in meinem Museum hängen wird. Der weltbeste Ehemann und ich, ein alkoholfreies Bier, ein kurzes Innehalten auf einem der schönsten Aussichtspunkte über dem Bodensee. 🙂
